Thailand mit Baby – Elternzeit im Land des Lächelns

Thailand mit Baby – Elternzeit im Land des Lächelns

Schöne Strände, gutes Essen, akzeptable Infrastruktur, günstige Preise und viele weitere Gründe sprechen für Thailand mit Baby! Doch natürlich gibt es auch mindestens genau so viele Gründe es nicht zu tun. Wir wollen Euch hier mal kurz umreißen, wie es war einen Teil unserer Elternzeit in Thailand zu verbringen und warum wir glauben, dass es auch dem kleinen Mann viel Spass gemacht hat….

Warum Elternzeit in Thailand?

Gerade in unseren Wintermonaten ist die Auswahl an attraktiven Reisezielen mit Kleinkind ja durchaus überschaubar. Mehr noch, wenn man Lust auf Strand und Meer hat. Da liegen die besten Kandidaten (wenn man mal von der Karibik und Südsee absieht) ja eigentlich auf der Hand: Sri Lanka, Bali (Indonesien), Thailand!

Lust auf Strand?

In eigentlich fast allen anderen Ländern Südostasiens fehlt entweder die nötige Infrastruktur um es uns verwöhnten Europäern mit Kind einfach einfach zu machen oder aber das Infektionsrisiko an diversen Tropenkrankheiten zu erkranken ist für ein Baby schlicht zu hoch. Sri Lanka, Bali und Thailand sind alle drei so gut wie malariafrei und bieten unserem westlichen Standard entsprechend akzeptable medizinische Versorgung.

Transport zum Strand von Ao Nang

Wir entschieden uns dann letztlich für Thailand, da wir die beiden anderen Ziele bereits mehrfach bereist hatten und Bangkok auch einfach die beste Verbindung bot für unsere folgende Weiterreise nach Neuseeland.

Mit dem Longtailboot zu den Stränden um Ao Nang

Der Flug

Bereits hier schrecken schon viele Eltern zurück. Wie sollen wir nur einen zwölfstündigen Flug mit Baby überstehen und wie kommt das Kind klar? Natürlich haben auch wir uns im Vorfeld Gedanken gemacht, aber letztlich waren alle Sorgen unbegründet. Unser zu diesem Zeitpunkt 6-monatiger Sohn hatte absolut keine Probleme mit den langen Flügen. Natürlich sollte man ein paar Kleinigkeiten berücksichtigen um es allen Beteiligten so angenehm wie möglich zu machen:

  • Die Wahl der Airline: Es gibt Airlines wie Emirates, Singapur oder auch Air New Zealand, die exzellente Angebote für Familien haben und auch speziell auf deren Wünsche eingehen und es gibt Airlines, welchen die kleinen Gäste eher egal oder lästig zu sein scheinen. Für Bangkok bot sich Emirates an. Die Airline hat Personal an Bord, welches sich speziell um die Wünsche der Kleinen kümmert und auch unser Baby fleißig durch die Gänge getragen hat, dass wir z.B. in Ruhe Essen konnten.
  • Zwischenstop oder direkt: Ich würde immer eher dazu tendieren direkt zu fliegen, denn wenn der Kleine dann mal schläft kann er auch einfach durchschlafen. Nadine findet Flüge mit Zwischenstop immer besser um uns und dann natürlich auch dem Kind etwas Bewegung zu ermöglichen. Geschmackssache also.
  • Babybasinett buchen: Auf fast allen Langstreckenflügen können Eltern kostenlos ein sogenanntes Baby Basinett buchen, sofern das Kind in Sachen Größe und Gewicht die Grenzwerte nicht überschreitet. Babybasinetts werden in die Zwischenwand hinter den Toiletten eingehangen und ein Elternteil kostenfrei direkt dahinter platziert. Der zweite Sitzplatz nebenan muss je nach Airline bezahlt werden. Unser Kleiner hat während den Flügen gerne im Basinett gelegen und geschlafen. Ein super Service, der es doch erheblich einfacher macht, wenn man keinen extra Sitzplatz für’s Baby buchen möchte.
Baby im Basinett

Was muss mit? Die ultimative Babypackliste

Nachdem wir bis vor einiger Zeit lediglich mit unseren Rucksäcken unterwegs und so entsprechend schnell und flexibel waren, sieht die Lage nun etwas anders aus. Bei einer Reise mit Baby oder Kleinkind häuft sich schnell das Gepäck und man muss schon gut abwägen, was wirklich mit muss und was nicht. Wenn man sich unseren übervollen Wagen so angesehen hat, merkte man schnell, dass wir eher auf Nummer sicher gegangen sind. Zumal Emirates eben auch eine Menge Freigepäck zulässt und wir zwei Monate unterwegs waren.

Folgendes hatten wir dabei:

  • Babygläschen: Klar kann man die auch nachkaufen, aber die Auswahl ist meist doch eher gering
  • Windeln: Grundausstattung reicht, sind problemlos überall nachkaufbar
  • Feuchttücher, Creme und weitere Hygieneartikel: Manches ist leichter, manches schwerer nachzukaufen aber prinzipiell reicht auch hier eine Grundausstattung
  • Ein kleines, aufblasbares Planschbecken: So kann man dem Kleinen am Strand einen Spielplatz einrichten, ohne das er von oben bis unten voller Sand ist
Baby im Becken
  • Sonnenschutz: Babysonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (da im Ausland immer sehr teuer wenn es überhaupt spezielle Babysonnencreme gibt) und ein Lycraanzug mit UV-Schutz (ideal sowohl zum Spielen am Strand, als auch zum Baden)
  • Insektenabwehrmittel: Hatten ein spezielles für Babys dabei, allerdings fast nie genutzt
  • Eine Strandmuschel mit möglichst kleinem Packmaß (leistet uns bis jetzt exzellente Dienste): Einfach um sicherzustellen, dass man immer ein schattiges Plätzchen für den Nachwuchs hat
  • Eine Babytrage oder später dann Kraxe: Unerlässlich für viele Ausflüge!
Nach 1237 Stufen am Tiger Tempel in Krabi
  • Kinderwagen: Wird von allen Airlines kostenlos zusätzlich zum Aufgabegepäck transportiert
  • Babyschlafzelt mit Fliegengitter: Hatten wir zwar dabei aber fast nie genutzt, da es darin in den Tropen einfach zu stickig wird
  • Notfallapotheke
  • Kleidung für fast jedes Wetter: Selbst in den Tropen kann es mal stürmisch werden und da die Asiaten dazu tendieren ihre Räumlichkeiten auf Temperaturen knapp über den Gefrierpunkt runterzuklimatisieren sind lange Sachen unerlässlich und schützen zudem auch vor Insektenstichen.
Voll ausgerüstet!

Thailand mit Baby, aber wohin?

Wohin es einen in Thailand verschlägt hat natürlich vor allem mit den eigenen Präferenzen zu tun. Uns war es wichtig, dass das Ziel nicht allzu schwer zu erreichen ist und über eine gewisse medizinische Infrastruktur verfügt um den Kleinen im Notfalll versorgen zu können. Letztlich erfüllen die in Thailand zu Hauf vorhandenen touristisch vollkommen erschlossenen Regionen wie Phuket, Krabi, Pattaya, Koh Samui, etc. eigentlich alle diese beiden Punkte. Unsere Entscheidung viel dann auf Ao Nang in der Nähe von Krabi, da wir gerne die umliegenden Strände besuchen wollten.

Am Railay Beach

Ao Nang hat sich bestens zum Urlauben mit Baby geeignet, auch wenn wir dafür leider in Kauf nehmen mussten, dass die wunderschönen Strände vor Ort völlig überlaufen sind. So ist das eben mit Baby, den ein oder anderen Kompromiss muss man dann halt schon machen…

Cheers Baby

Bangkok mit Baby – machbar oder mörderisch?

Blechlawinen rollen in der schwülen Hitze vom Flughafen in die dampfende Smogglocke die Thailands Hauptstadt fest im Griff hat. Vorbei ziehen Wolkenkratzer und Wellblechhütten, das aufstrebende Asien und das Elend der Unterschicht gehen Hand in Hand. Eine Geräuschkulisse hüllt die Stadt ein, die selbst die Taxitüren nur ungenügend dämpfen können. Ist Bangkok der richtige Ort um eine Thailandreise mit Baby beginnen oder enden zu lassen oder bleibt die Stadt den Backpackern, Partytouristen und Geschäftsreisenden vorbehalten?

Unterwegs in Bangkok

Am Straßenrand eines riesigen viel befahrenen Kreisverkehrs schmiss uns unser Taxifahrer raus, deutete auf die Seitenstraßen und murmelte etwas von Hotel. Da der unfreundliche Geselle kaum englisch sprach und wir auf der Fahrt schon mehrere Male fast in Streit geraten sind, akzeptierten wir die Endstation widerstandslos und sind ausgestiegen. Die Hitze der Stadt schlug uns entgegen und wir versuchten so gut wie möglich unsere riesigen Mengen an Gepäck und das Baby irgendwie in die Seitenstraße zu schleifen, auf welche er gedeutet hatte. Hier tauchte nach mehreren Metern tatsächlich unser Hotel auf und das Eintreten in die klimatisierten Räume fühlte sich an wie der Sprung in einen kalten Pool. Nach mehreren Flügen von Christchurch Neuseeland über Kuala Lumpur nach Bangkok, auf welchen auch noch ein Teil unseres Gepäck verloren gegangen ist, waren wir froh endlich angekommen zu sein.

Nach einigen Stunden Ruhe und nachdem die Sonne etwas an Kraft verloren hatte, machten wir uns auf zu einem ersten Rundgang durch die Nachbarschaft und landeten schließlich in der berüchtigten Khao San Road. Auch am Tag sehenswert und für einen Einkaufsbummel mehr als geeignet, wenn auch wenig authentisch macht die Khao San Road auf jeden Fall  immer noch Spaß. Das berühmte Nachtleben mussten wir allerdings auslassen, da der kleine Mann ja zeitig in’s Bett musste und früh morgens wieder fit war.

Khao San Road

Natürlich ist Sightseeing in der unbarmherzig feuchtigkeitsgeschwängerten Mittagshitze des Molochs nicht unbedingt angenehm, aber wir haben’s trotzdem durchgezogen und einige vermeintliche Highlights der Stadt besucht. Besonders negativ ist uns der Königspalast aufgefallen. Absolut überlaufen muss man sich in der Affenhitze durch das Gedränge schieben um einen Blick auf Tempel zu erhaschen, die man ähnlich an anderer Stelle völlig alleine genießen kann. Schrecklich! Würden wir so nicht mehr machen.

Bangkok Königspalast

Schön war eine Fahrt auf dem Fluss und der Besuch einiger Märkte, allerdings macht Bangkok mit Baby nur bedingt Spass und es macht unserer Meinung nach mehr Sinn, die Tage wenn möglich noch am Meer zu verbringen.

Fazit

Thailand mit Baby? Absolut kein Problem!

Thailand mit Baby

Angefangen vom Flug, über die freundlichen Thais, die unser blondes, blauäugiges Baby zum Anbeißen fanden, bis zum Transport und den Stränden war eigentlich alles easy. Wir können Thailand mit Baby also allen Elternzeitreisenden wärmstens empfehlen. Traut Euch, es lohnt sich!

Sawadii Khrap!

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