Die Nationalparks von Uganda

Die Nationalparks von Uganda

“Haltet nach Löwen Ausschau, alles andere sehen wir sowieso!” meinte unser Guide als wir kurz vor der Abenddämmerung in den Queen Elizabeth Nationalpark einfuhren. Und er sollte Recht behalten. Bereits vor der Einfahrt in den Park begegneten wir einigen Elefanten direkt neben der Straße und auch im Park waren zahlreiche Tiere unterwegs. Am intensivsten kann man die Natur in den Morgen- und Abendstunden genießen, wenn die Hitze des Tages nachlässt und die Tiere sich auf Nahrungssuche begeben. Die Gerüche der Gräser und Sträucher dominierten die Abendluft und der warme Wind wehte uns durch’s Haar, als wir im Jeep stehend Ausschau hielten. Klar gibt es Löwen in Uganda, aber keine große Anzahl und so wussten wir, dass die Wahrscheinlichkeit nicht allzu hoch ist, die Raubkatzen zu sehen. Als wir die Hoffnung schon fast aufgegeben hatten, bogen wir um ein Gebüsch und da lagen Sie auf einmal. Zwei Löwen, im hohen Gras, schauten uns an als wäre nichts und machten uns mit einem Gähnen klar, dass sie sich keinster Weise so für uns interessierten, wie wir für sie….

Natürlich war die Tierwelt der Hauptgrund für unsere Reise nach Uganda und so besuchten wir einige der schönsten Nationalparks über die das Land verfügt. Während der Herrschaft von Idi Amin und den zu dieser Zeit stattfindenden Kriegen wurden einige dieser Nationalparks von den Soldaten regelrecht “leergeschossen” und obwohl 30 Jahre her und seitdem einiges zum Wildschutz getan wurde haben sich die Wildbestände noch nicht vollkommen erholt. Wie in den Nachbarländern Kenia oder Tansania kann man auch in Uganda die “Big Five” sehen, allerdings lange nicht in so großer Anzahl und man braucht demnach auch eine ordentliche Portion Glück. Neben den “Big Five” allerdings hat Uganda die höchste Primatendichte Ostafrikas und etwa die Hälfte der noch lebenden Berggorillas befinden sich auf ugandischem Hoheitsgebiet. So verwundert es nicht, dass die begehrten Gorilla-Permits, die es erlauben den Tieren nahe zu kommen, den Tourismus in Uganda dirigieren. Da die Anzahl dieser Permits allerdings strikt limitiert ist, ist auch der Touristenandrang im Rest des Landes gering, was den Vorteil hat, dass man nicht oft anderen Fahrzeugen in den Nationalparks begegnet.

Sonnenaufgang an der Fähre zum Murchison Falls Nordteil

Vielleicht noch etwas generell zu den Parks. Man darf sich das Ganze nicht wie einen Zoo oder Ähnliches vorstellen, es gibt keine Zäune oder Barrieren, lediglich natürliche Grenzen. Es handelt sich dabei einfach um geschützte Zonen in denen Wildtiere frei leben können, was allerdings nicht ausschließt, dass es auch in einigen dieser Gebiete Dörfer gibt und Mensch und Tier hier teilweise Seite an Seite leben. Die Parks werden geschützt durch die UWA (Uganda Wildlife Authority). Die Ranger versuchen Wilderei zu vermeiden und achten darauf, dass man sich an die Regeln hält. In den meisten Parks ist es möglich mit dem Safarifahrzeug durchzufahren. Hier ist es dann in der Regel auch verboten auszusteigen. In einigen waren wir allerdings auch zu Fuss unterwegs.

Wir möchten euch hier einen kurzen Einblick geben, welche Parks wir besucht und was wir dort so erlebt haben:

  • Ziwa Rhino Sanctuary: Auf dem Weg von Kampala in den Norden bietet sich ein Stop in diesem kleinen Reservat an. Das Schutzgebiet ist aktuell die Heimat der einzigen in Uganda lebenden Nashörner. Wir machten uns dort mit einem örtlichen Guide zu Fuss auf die Suche nach den Tieren. Um Wilderei zu vermeiden werden alle der 15 dort lebenden weißen Nashörner von Wildhütern bewacht und so war es auch nicht schwer die Tiere zu finden. Da wir um die Mittagszeit dort waren und die Tiere gerade “Siesta” hielten konnten wir sehr nah an die grauen Berge ran. War schon ein komisches Gefühl diesen mächtigen und ja auch nicht ganz ungefährlichen Tieren so nah zu sein. Bei jeder größeren Bewegung der fünf vor uns liegenden Kolosse machte sich unser Fluchtreflex bemerkbar und forderte uns auf “lauft weg”! Aber letztlich war es den Nashörner wohl einfach zu heiß um aufzustehen und uns aufzuspießen 😉 . Da das Schutzgebiet sehr dicht bewachsen ist, begegneten wir auf dem Fussmarsch zu den Nashörnern und zurück zur Ranch auch keinen anderen Tieren. Obwohl relativ kurz trotzdem ein lohnenswerter Stop auf dem Weg nach Norden.
Die Nashörner vom Ziwa Rhino Sanctuary
  • Budongo Forest: Es gibt in Uganda prinzipiell drei Möglichkeiten Schimpansen zu sehen. Die größte Chance soll im Kibale Forest bestehen, was natürlich heißt dass sich dort dann auch die meisten Touris auf die Suche nach den Primaten machen. In der Kyambura Gorge gibt es ebenfalls die Möglichkeit die Tiere zu sehen, allerdings sind die Chancen deutlich geringer. Wir entschlossen uns letztendlich für den Budongo Forest, da er trotz guter Sichtungschancen bis jetzt dennoch von nur wenigen Touristen besucht wird. Und wir hatten die richtige Entscheidung getroffen. Wir waren die einzigen Gäste in der von der berühmten Schimpansen Forscherin/Schützerin Jane Godall gegründeten Budongo Eco Lodge und dann auch die einzigen Gäste die am Folgetag von hier das Schimpansentracking starteteten. Allein die Nacht in einer der Hütten im Wald war schon ein Erlebnis. Wir konnten die Schimpansen und auch andere Affen gefühlt direkt neben unserer Hütte schreien hören und es war ein um’s andere mal ganz schön unheimlich. Vor allem als eines der Tiere mitten in der Nacht mit einem lauten Schlag auf unser Dach sprang und uns damit einen Heidenschrecken einjagte. Am nächsten Morgen ging es zusammen mit einem Ranger in den Wald auf die Suche nach den Schimpansen. Neben den großen Primaten leben noch einige weitere Affenarten in dem Reservat und natürlich trifft man auch auf allerlei exotische Kleinlebewesen. Einige der hier lebenden Schimpansengruppen wurden über einen Zeitraum von mehreren Jahren habituiert, was bedeutet, dass Sie die Gegenwart von Menschen in Ihrer Nähe dulden, aber keineswegs heißt, dass sie darauf auch Lust haben. Und so hofften wir, dass wir den Tieren begegnen könnten. Immer wieder lauschten wir auf ihre Rufe und folgten den Lauten. Irgendwann konnten wir dann tatsächlich hoch oben in den Bäumen einigen Schimpansen beim Frühstücken sehen. Das Highlight war allerdings als ein großes Mänchen mehrere Minuten auf Augenhöhe nur etwa zwei Meter vor uns im Baum saß. Ein tolles Erlebnis diesen uns so ähnlichen Tieren so nahe zu sein. Mir schlug das Herz bis zum Hals als ich versuchte ein gutes Foto zu schießen. Noch einige Male begegneten wir an diesem Vormittag den Tieren, auf Grund der dichten Vegetation war es allerdings oft schwierig nahe heran zu kommen, bevor sie Reißaus nahmen. Wir waren dennoch glücklich über dieses Erlebnis und können den Budongo Forest zum Schimpansentracking absolut weiterempfehlen.

    Schimpanse im Budongo Forest
  • Murchison Falls Nationalpark: Einer der zwei bekanntesten Nationalparks Ugandas erhielt seinen Namen durch die in ihm liegenden Wasserfälle. Hier zwängt sich der Nil durch eine schmale Felsspalte und bietet so ein imposantes Schauspiel. Der Park wird durch den Nil in einen Nord- und Südteil getrennt und umfasst eine Fläche von ca. 3900 km². Die meisten Tiere halten sich in der nördlichen Hälfte des Parks auf, da unsere Lodge allerdings auf der Südseite lag, überquerten wir zu den Pirschfahrten jedes mal den Nil mit der wenig vertrauenserweckenden Fähre. Obwohl unsere Erwartungen nicht gerade gering waren, waren wir doch sehr beeindruckt als wir langsam durch den Park fuhren, begleitet von einem örtlichen Ranger, der uns etwas über Flora und Fauna erzählte. Der Park besteht größtenteils aus Savanne mit einigen Bäumen und etwas dichterer Vegetation am Fluss. In vielen Teilen ist die Savanne dicht bevölkert von den verschiedenen hier heimischen Antilopen. Oribis, Uganda-Kobs und Kuhantilopen teilen sich die Savanne mit einigen Elefantenherden, Affen, afrikanischen Büffeln, Giraffen (wir sahen 17 Stück auf einmal), Schakalen usw. Leider konnten wir hier keine Löwen oder Leoparden sehen, es soll aber noch einige wenige geben. Neben den üblichen Verdächtigen ist Uganda ein Paradies für Vogelliebhaber und ist Heimat für eine große Anzahl verschiedener und teilweise nur hier vorkommender Arten. Sehr begehrt, der seltene Schuhschnabelstorch, den wir leider auch nicht entdecken konnten. Neben der Pirschfahrten durch den Park gehört eine Fahrt auf dem Nil zu den Wasserfällen zum Touri-Standardprogramm und das völlig zu Recht. Vom Wasser aus kann man in den frühen Abendstunden eine Vielzahl von Tieren beobachten, die an den Nil zum trinken oder baden kommen. Neben den oben schon erwähnten wimmelt es hier nur so von Nilpferden und großen Nilkrokodilen. Die Fahrt endet direkt vor den Fällen und es besteht die Möglichkeit nach oben zu klettern um diese von oben zu bewundern, was man sich nicht entgehen lassen sollte. Wir haben die Pirschfahrten im Park und die Zeit am Nil sehr genossen, umso trauriger ist es, dass im Park Öl gefunden wurde und man bei den Pirschfahrten eine Vielzahl an Ölfahrzeugen und Arbeitern der chinesischen Investoren antrifft, die über kurz oder lang den Park und damit eine der letzten Zufluchtstätten der afrikanischen Tierwelt in Uganda zerstören werden, sofern nicht durch die Regierung Einhalt geboten wird.
  • Queen Elizabeth Nationalpark: Gegründet im Jahr 1952 kam der Park im Jahr 1954 zu Ehren eines Besuchs der englischen Königin Elizabeth II zu seinem heutigen Namen. Als zweitgrößter Nationalpark Ugandas umfasst er eine Fläche von fast 2000 km² und liegt im äußersten Westen des Landes an der Grenze zur DR Kongo. Der Park bietet mit seinen Savannen, Papyrus-Sümpfen und Seen einer Vielzahl von Tieren Lebensraum. Vor allem die vielen Elefanten beeindruckten uns hier. Schon an der Straße außerhalb des Parks konnte man sie antreffen. Und auch ganz bequem bei einem kühlen “Nile”-Bier von unserer Lodge aus beobachten. Auch auf den Pirschfahrten konnten wir immer wieder einzelnen Tieren oder ganzen Herden begegnen. Als wir auf dem Rückweg zur Lodge um einen größeren Busch fuhren stand auf einmal ein großer Bulle so nah an unserem Auto, dass wir ihn hätten anfassen können und blinzelte uns aus seinen großen Augen an. “Greift der das Auto an?” fragte ich unseren Guide. “Ne, ne, der warnt erst bevor er angreift” meinte er ganz ruhig. Ergreifend, diesen friedlichen Kolossen so nahe zu kommen. Aber natürlich kann der Park auch eine Vielzahl anderer Bewohner aufweisen. So war auch hier die Savanne bevölkert von Antilopen und Büffeln und es war jedes mal beeindruckend an den großen Herden vorbeizufahren. Giraffen gab es hier keine, allerdings die heiß begehrten Löwen und wie ihr bereits am Anfang lesen konntet, haben wir tatsächlich welche gesehen. Anfangs nur zwei Stück kehrten wir am Ende unserer Pirschfahrt nochmal an die selbe Stelle zurück wo wir sie gesehen hatten und nun lagen vier der schönen Raubkatzen im Gras. Umringt von mehreren Safarifahrzeugen ließen sie sich ausgiebig begaffen und fotografieren während sie sich gegenseitig putzten. Unseren eigenen Katzen gar nicht so unähnlich. Highlight war auch im QENP die Bootsfahrt. Auf dem Kazinga-Kanal geht es vom Lake George zum Lake Edward an der Grenze zur DR Kongo. Der Kazinga-Kanal ist der Flussabschnitt mit der größten Population an Flusspferden in Afrika und dementsprechend viele der gefährlichen Schwergewichte konnten wir beobachten. Alle am Boot lauerten darauf das eine Top-Foto zu machen wenn einer der Hippos gähnt und das kam glücklicherweise häufiger vor. Doch nicht nur im Wasser, auch an Land war einiges los. So teilten sich die Hippos die Uferregion mit einer großen Herde Büffel und diversen Antilopen. Ein besonders schöner Anblick ist es einer kleinen Herde Elefanten inklusive Jungtieren beim Trinken zuzusehen. Doch das absolute Highlight war viel weiter oben zu sehen. An einem steilen Abhang konnten wir einen Leoparden beobachten, der, eine Manguste im Maul, auf der Suche nach einem Plätzchen war um diese zu verspeisen. “Big Five completed”;-) . Leoparden sind in Uganda sehr selten und so glaubte uns nach der Rückkehr in die Lodge erst mal keiner, dass wir tatsächlich einen gesehen hatten, doch die Fotos konnten’s beweisen.
  • Ishasha (QENP Südteil): Benannt nach dem Ishasha Fluss, der Uganda von der DR Kongo trennt ist diese Region ebenfalls Teil des Queen Elizabeth Nationalparks. Da die Wegstrecke vom Nordteil des Parks bis nach Ishasha allerdings einige Zeit in Anspruch nimmt, ist in der Regel eine Übernachtung notwendig um genug Zeit für ein oder zwei Pirschfahrten zu haben. So haben auch wir hier eine Nacht verbracht und waren von diesem Teil des Parks fast noch mehr begeistert wie vom Nordteil. Obwohl nicht ganz so tierreich beeindruckt allein schon der Anblick der saftig grünen baumbestandenen Savanne. Schön war auch, das wir hier so gut wie keinen anderen Touristen begegneten und so die Natur in all ihrer Blüte ohne weitere Safarifahrzeuge genießen konnten. Neben den üblichen Verdächtigen kommen die meisten Touristen die den Weg hierher finden um die in Uganda nur hier anzutreffenden Baumlöwen zu finden. Was sind Baumlöwen fragt ihr euch? Ganz einfach. Löwen die auf Bäume klettern! Warum sie dies tun, weiß hier keiner so genau. Auch wir wollten natürlich die Baumlöwen sehen und so tuckerten wir langsam durch den Park und spähten die Bäume nach den Raubkatzen ab. Leider erfolgos, bis unser Guide einen Anruf bekam. Es sollten mehrere Löwen auf einem Baum in der Nähe der Straße gesehen worden sein, auf der wir am Mittag vom Nordteil herüber gefahren waren. Also wieder raus aus dem offiziellen Teil des Parks und zurück auf die Straße von der wir kamen. Und tatsächlich, unweit der Straße fanden wir den richtigen Baum, auf dem es sich drei Löwen gemütlich gemacht hatten. Leider zu weit weg für gute Fotos und unser Guide wollte mich partout nicht näher heranlaufen lassen. Witzig war, dass wir ca. 100 Meter von dieser Stelle entfernt vielleicht zwei Stunden vorher eine Pinkelpause einlegten und da natürlich völlig unbedarft durch die Büsche marschiert sind. Ein weiteres tolles Erlebnis hatten wir kurz vor der Abenddämmerung direkt am Ishasha-Fluss. Wir waren zusammen mit einem Guide zu Fuss unterwegs, standen auf einer kleinen Lichtung direkt am Fluss und beobachteten Hippos, als es plötzlich rechts von uns anfing zu rascheln. Das Rascheln wurde immer lauter und wir hörten Äste brechen. “Elephants” sagte unser Guide und genau in dem Moment brachen zwei der grauen Riesen vielleicht 10 m neben uns durch’s Unterholz. Sie sahen uns, wir sahen sie. Wohin sollten wir flüchten? Fluss? Hippos! Rennen? Die Elefanten sind schneller! Doch die Elefanten mussten sich wohl ähnlich erschrocken haben, machten auf der Stelle kehrt und verschwanden wieder im Gebüsch. Puuuhhhh, wir begegnen zwar gerne Tieren in freier Wildbahn aber so nah wollen wir ihnen (ungeschützt) dann doch nicht kommen.

 

 

  • Lake Mburo Nationalpark: Dieser nur 260 km² große Park markiert traditionell das Ende einer Uganda-Safari, da Entebbe und damit der internationale Flughafen in wenigen Stunden über eine gut ausgebaute Straße erreichbar sind. Wir verbrachten hier eine Nacht und nach den Highlights in den anderen Parks war dies auch völlig ausreichend. Der Park wird stark bedrängt von den umliegenden Rinderfarmen und den verbotenerweise oft in ihm grasenden Rindern. Es gibt in Lake Mburo keine Elefanten oder Giraffen und nur noch einen einzigen Löwen, da die restliche Population von den Rinderzüchtern erschossen oder vergiftet wurde. Die Chancen Leoparden zu sehen sollen hier allerdings nicht schlecht stehen, was uns aber leider nicht vergönnt war. Für uns war das Highlight in Lake Mburo ganz klar die in Uganda nur hier zu sehenden Zebras. Wir waren mit einem örtlichen Guide zu Fuss unterwegs und trafen neben Antilopen, Affen und zahlreichen Warzenschweine auf eine ganze Menge Zebras. Gerade Nadine hatte ihre schiere Freude daran, diesen Tieren zu begegnen, die Pate standen für einen großen Teil unserer Wohnungsdeko 😉 . Komisch war, dass die Tiere ängstlicher auf uns reagierten, als wir zu Fuss unterwegs waren, als mit dem röhrenden Safariauto. Nach einer kurzen Pirschfahrt am nächsten Morgen und zahlreichen Zebrafotos ging’s für uns dann von hier aus direkt nach Entebbe. Um eine wunderschöne Safarireise ausklingen zu lassen auf jeden Fall ein schöner Park.

Was den Tierreichtum angeht, so kann Uganda zwar nicht ganz mit seinen Nachbarn mithalten, jedoch wird dieses Defizit mehr als wett gemacht durch die Vielfalt der Tierwelt und die wunderbaren vielseitigen Landschaften über die das Land verfügt. Noch nicht ganz einfach zu bereisen, wie ihr im letzten Post “Uganda – Eine Reise in’ grüne Herz Afrikas” nachlesen könnt. Dies und die Limitierung der Gorilla-Permits führt allerdings auch dazu, dass der Tourismus in Uganda noch in den Kinderschuhen steckt und man so viele Erlebnisse und Tiersichtungen nicht mit einer Horde weiterer Safari-Touristen teilen muss. Nichtsdestotrotz ist es für Uganda gerade in der jetzigen Situation sehr wichtig, dass sich der Tourismus entwickelt und auch für die einfache Landbevölkerung zur Einnahmequelle wird. Die Bevölkerung des Landes wächst rasant und der Siedlungsdruck auf die oft fruchtbaren Gebiete der Nationalparks ist enorm, ganz abgesehen von dem Öl im Murchison Falls Nationalpark. Nur indem man der Bevölkerung vermittelt wie wichtig die Erhaltung der letzten Rückzugsgebiete ist und indem man sie an der Entwicklung mitverdienen lässt kann man die letzten Nationalparks Ugandas und damit auch einen wichtigen Teil der Identität dieses Landes erhalten.

Also Leute, fahrt nach Uganda, es lohnt sich!

Reisezeitraum: Dezember 2013

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