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Huacachina und die Islas Ballestas – Peru mal ganz anders

Huacachina, eine palmengesäumte Oase inmitten riesiger Dünen. Sand soweit das Auge reicht und eine gnadenlose Wüstensonne, welche die Luft zum flirren bringt. Wüstenbuggies die über Dünen heizen und Sandboards die die Hügel runter gleiten. Nicht unbedingt was man von Peru erwarten würde. Genauso wenig wie die kleinen Islas Ballestas, bevölkert von mehr Vögeln als man zählen kann, Seelöwen und Pinguinen. Gerade mal eine Stunde Autofahrt trennen die beiden grundverschiedenen Orte voneinander. Wohingegen die peruanischen Wahrzeichen wie Machu Picchu, Cusco oder das Andenhochland Welten entfernt zu sein scheinen. Read More

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Machu Picchu – Weltwunder oder Ausverkauf einer Kultruine

Langsam aber stetig rann mir der Schweiß die Stirn herunter und mischte sich mit dem feuchten Dunst des dichten Morgennebels. Stufe um Stufe quälten wir uns die unregelmäßigen Treppen nach oben. Machu Picchu liegt zwar auf einem Berg, kalt ist es dort aber beileibe nicht. Kurz vor Morgengrauen mühten sich alle die Treppen hoch, die sich entweder das Geld für den Bus sparen, oder einfach vor der größten Touristenmeute oben ankommen wollten. Mit schmerzenden Beinen und außer Atem kam ich am Tor zur größten Sehenswürdigkeit Südamerikas an. Vor mir nur ein paar Handvoll weiterer Treppenbezwinger. Noch 15 Minuten hatten wir zu warten und als sich schließlich die Tore zu Machu Picchu öffneten, waren es bereits hunderte, die den täglichen Sturm auf die Ruinen eröffneten…

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Cusco und das heilige Tal

Wer an Cusco denkt, der denkt an ein längst untergegangenes Königreich. An Gold und Schätze. An die Inka und an Machu Picchu. Doch wenn man in Cusco ankommt hat der erste Eindruck nicht viel damit gemein. Die Bürger Cuscos versuchen die Beliebtheit der alten Inkastadt auf jede erdenkliche Art zu nutzen. Früher waren es die spanischen Konquistadoren, welche die Stadt und ihre Bewohner plünderten. Heute sind es die Großkonzerne. Das einzige Gold, das man heute noch problemlos findet sind die goldenen Bögen einer amerikanischen Fast Food Kette. Doch in den Gassen und Seitenstraßen ist der Zauber und das Vermächtnis der Stadtgründer noch immer zu spüren und wer sich die Zeit nimmt Cuscos Umgebung zu erkunden wird unweigerlich Staunen über die längst vergangene Herrlichkeit der Inka.

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Arequipa – Die weiße Stadt und das wilde Wasser

Arequipa gilt als die schönste Stadt Perus und wird diesem Ruf mit Geschichtsträchtigkeit und einer gehörigen Portion Charme mühelos gerecht. Die Straßenzüge der Innenstadt erstrahlen in einen kolonialen Glanz längst vergangener Zeit, als spanische Konquistadoren dem Kontinent für alle Zeit ihren ebenso blutigen wie christlichen Stempel aufdrückten. Wenn man vorbei schlendert an den vielen Kirchen und Prachtgebäuden der Altstadt wähnt man sich in einer europäischen Kultur-Metropole. Nur die Tatsache dass die Türsteher vor den In-Clubs schusssichere Westen tragen erinnert einen in Arequipas Zentrum daran dass man sich in einem Entwicklungsland befindet, in dem sich nur ein sehr geringer Teil der Bevölkerung den Pisco Sour in einer der angesagten Bars leisten kann.

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Der Colca Canyon und die Kondore – Superlative unter sich

Der Colca Canyon, ein Ort an dem selbst die größten Vögel Südamerikas winzig klein wirken. Bis sie mit ihren ausgebreiteten riesigen Flügeln direkt über die Köpfe der wartenden Beobachter rauschen. Steilwände die ins nichts abzufallen scheinen und terrassenförmiger Ackerbau über mehrere Klimazonen. Temperaturen um den Gefrierpunkt an den Rändern der Schlucht und eine von Palmen bestandene Oase in tropischer Wärme am tiefsten Punkt. Das Spektrum des zweittiefsten Canyon der Welt könnte weiter kaum sein. Die meisten Besucher werden angezogen von seinen berühmten Bewohnern. Der beste Platz weltweit um den größten Greifvögeln der Erde, den Andenkondoren, nahe zu kommen thront auf rund 3300 m und bietet nicht nur die Möglichkeit die Vögel beim Aufstieg aus der Schlucht zu beobachten, sondern auch atemberaubende Ausblicke in den Colca Canyon.

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Menschen im Schilf – Puno und die Uros

Was ist gelebte Tradition und was Teil eines touristischen Theaterstücks? Diese Frage muss man sich zwingend stellen, wenn man die Schilfinseln der Uros nahe der Stadt Puno in Peru besucht. Eines der Highlights der Gegend am riesigen Titicacasee das zum einen zum Erhalt der Traditionen der Uros beiträgt, zum anderen diese aber sicherlich auch wesentlich verfälscht um sie touristisch interessanter zu machen. Auch Peru ist im 21. Jahrhundert angekommen und obwohl sich die Zahl der Smartphone-Nutzer noch in Grenzen hält wird es doch sicherlich immer schwieriger die jüngere Generation zu überzeugen ein Leben auf kleinen Inselchen komplett aus Schilf zu führen, ohne Strom, ohne Wifi, ohne Perspektive…

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Copacabana und die Isla del Sol

Klar, bei Copacabana denkt man als erstes an Palmen, weißen Sandstrand und leicht bekleidete Brasilianerinnen. Doch der berühmteste Stadtteil von Rio de Janeiro war nicht der erste Ort mit dem wohl klingenden Namen. Er wurde benannt nach einem kleinen Städtchen im Nordwesten Boliviens. Direkt am sagenumwobenen Titicacasee übte Copacabana wohl eine Menge Faszination aus, so dass auch noch einige andere Orte nach ihr benannt wurden. Eine wichtige Rolle dafür spielte womöglich die Nähe zur Sonneninsel „Isla del Sol“, die der Legende nach die Geburtsstätte des ersten Inkas sein soll. Noch heute kann man sich dort auf die Spuren der Inka begeben, deren Ruinen besuchen und das originale Copacabana kennenlernen. So viele Strandschönheiten wie in Brasilien trifft man am höchst gelegenen schiffbaren See der Welt allerdings nicht…

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Madidi – Zu Fuss durch den bolivianischen Dschungel

Keine organisierte Tour! Kein Bett! kein Komfort! Den wirklichen Dschungel wollte ich erleben, ohne den ganzen Touristen Schnick Schnack und mich auf die Suche nach den im Madidi-Nationalpark lebenden Jaguaren machen. Auf den Spuren berühmter Expeditionen hoffte ich mich durchs Unterholz zu kämpfen, verschwitzt aber glücklich den Spuren der gefleckten Großkatze zu folgen. Ich wollte lernen wie die teilweise immer noch von der Außenwelt abgeschnittenen Stämme Südamerikas sich ernähren und sich den Dschungel zu Nutze machen. Unmengen Moskitostiche, Ameisenbisse und Sandflohattacken später musste ich meine romantischen Vorstellungen des Lebens im Dschungel definitiv überdenken, doch eine außergewöhnliche Erfahrung war es allemal…

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Boliviens Pampas – Wo sich Kaiman und Delphin gute Nacht sagen

„Das ist irgendwo mitten in den Pampas“ ist ein Satz den ich über die Jahre immer dann gehört habe, wenn irgendein Ort ziemlich abgelegen oder einsam ist. Nun führte mich meine Reise doch tatsächlich in diese Pampas und ich kann euch versichern: Nichts von dem was ihr immer meintet was dort sein soll ist wirklich dort. Die Abwesenheit der ganzen Orte die in den Pampas liegen sollen und deren Bewohner erklärt dann vielleicht auch den immensen Tierreichtum des bolivianischen Feuchtgebiets an den Ausläufern des mächtigen Amazonas. Vögel, Schildkröten, Affen, Schlangen, Kaimane und selbst die rosa Flussdelphine bekommt man bei einer Fahrt auf den von Piranhas bevölkerten Flussarmen zu Gesicht. Drei Tage verbrachte ich in den Pampas um all diesen Geschöpfen, die man sonst nur in irgendwelchen Dokus zu Gesicht bekommt, nahe zu kommen und ich kann euch sagen, es war verdammt nahe…

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La Paz – Zebras, Hexen und Cholitas

Mehrere Male wurde ich vor La Paz und seinen Bewohnern gewarnt. Eine schreckliche Großstadt die einen mit Haut und Haaren bzw. mit Kreditkarte und allen sonstigen Wertsachen verschlingt sollte es sein. In San Pedro de Atacama warnte mich sogar ein Brasilianer aus dem Großstadtmoloch Sao Paolo vor La Paz und meinte er habe sich noch nie so unsicher gefühlt wie in Boliviens größter Stadt. Als ich schließlich nach einer eiskalten Nachtbusfahrt um 5 Uhr morgens am Busbahnhof ausgespuckt wurde war ich doch etwas verunsichert. Per Taxi ging’s zum Hostel und nach penetrantem Dauerklingeln machte mir tatsächlich jemand die Tür auf so dass ich mich in’s Innere retten konnte. Ich erwartete Ärger für mein frühes Erscheinen. Doch genau wie der Taxifahrer war auch der Mitarbeiter des Hostels sehr nett, gab mir trotz der frühen Stunde schon eine Menge Tipps und bot mir sogar gleich ein Frühstück an. Dieser erste Eindruck passte so gar nicht zu dem Bild, dass mir im Vorfeld von La Paz gezeichnet wurde und es sollte sich herausstellen, dass mein Eindruck von La Paz ein völlig anderer sein würde…

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