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La Paz – Zebras, Hexen und Cholitas

Mehrere Male wurde ich vor La Paz und seinen Bewohnern gewarnt. Eine schreckliche Großstadt die einen mit Haut und Haaren bzw. mit Kreditkarte und allen sonstigen Wertsachen verschlingt sollte es sein. In San Pedro de Atacama warnte mich sogar ein Brasilianer aus dem Großstadtmoloch Sao Paolo vor La Paz und meinte er habe sich noch nie so unsicher gefühlt wie in Boliviens größter Stadt. Als ich schließlich nach einer eiskalten Nachtbusfahrt um 5 Uhr morgens am Busbahnhof ausgespuckt wurde war ich doch etwas verunsichert. Per Taxi ging’s zum Hostel und nach penetrantem Dauerklingeln machte mir tatsächlich jemand die Tür auf so dass ich mich in’s Innere retten konnte. Ich erwartete Ärger für mein frühes Erscheinen. Doch genau wie der Taxifahrer war auch der Mitarbeiter des Hostels sehr nett, gab mir trotz der frühen Stunde schon eine Menge Tipps und bot mir sogar gleich ein Frühstück an. Dieser erste Eindruck passte so gar nicht zu dem Bild, dass mir im Vorfeld von La Paz gezeichnet wurde und es sollte sich herausstellen, dass mein Eindruck von La Paz ein völlig anderer sein würde…

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Huayna Potosi – Bis an die eigenen Grenzen und darüber hinaus

Schritt um Schritt quälten wir uns durch die Nacht auf dem Huayna Potosi, bohrten die Steigeisen in den Schnee und ließen die Eisaxt niedersausen, meist mehr um die Anstrengung zu kompensieren als aus Notwendigkeit. Ein eisiger Wind blies uns auf den Ebenen entgegen und trübte etwas die Freude darüber, wenn es gerade mal nicht so steil bergauf ging. Gegenseitig versuchten wir uns zu motivieren dass wir doch bald oben wären und verfluchten die Entscheidung, dass wir uns auf diese Bergbesteigung eingelassen hatten. Unser Guide meinte noch am Vortag dass der Erfolg nur 30% von unserer körperlichen Fitness und 70% vom eisernen Willen abhing es bis zum Gipfel schaffen zu wollen. Irgendwie beruhigend, denn mein Körper wollte eigentlich schon lange nicht mehr. Doch wir kämpften uns weiter voran, in der Hoffnung zum Sonnenaufgang oben zu sein, auf 6088 m, dem Gipfel des Huayna Potosi…

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Durch das Altiplano und den Salar de Uyuni – Kalt, weiß und wunderschön

„Que paso, amigo de Alemania?“ Warum ich so lange brauchte, wollte unser Fahrer wissen, als wir noch vor dem Morgengrauen unsere Rucksäcke auf dem Dach des Jeeps verstauten. Wir mussten uns beeilen um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen. Als ich rund eineinhalb Stunde später völlig außer Atem und dennoch durchgefroren bis aufs Mark auf dem Plateau einer Kaktusinsel ankam musste ich einmal mehr feststellen, dass sich frühes Aufstehen hin und wieder doch lohnt. Der Ausblick war überwältigend und nach und nach trudelten Jeeps mit Reisenden ein, die sich auf dieser Insel den Sonnenaufgang über dem größten Salzsee der Welt ansehen wollten. Tatsächlich war es ein beeindruckendes Spektakel, als die unendlich zu scheinende weiße Ebene des Salar und die unzähligen Kakteen der Insel in rot und goldenes Licht getaucht wurden. Doch ein Spektakel ist nicht nur der Salzsee, sondern auch der Weg dorthin, durch das Altiplano in den Salar de Uyuni….

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San Pedro und die Atacamawüste – Berge, Sand und Superlative

Langsam aber unaufhörlich schälte sich der kleine Ort San Pedro aus dem Staub der Atacama Wüste als ich mit einem Sammeltaxi von Calama auf dem Weg dorthin war. Dichte, schwarze Gewitterwolken raubten uns den Blick auf die Anden und ließen das Dorf wie eine dunkle Oase in der staubigen Einöde der trockensten Wüste der Welt wirken. Es hatte geregnet, obwohl es hier eigentlich so gut wie nie regnet. An der Grenze zu Bolivien und Argentinien hatten heftige Schneestürme gewütet und eine Weiterreise für alle Weiterreise-willigen, zu welchen auch ich gehörte, vorerst unmöglich gemacht. Nach einem eher kurzen Aufenthalt in Santiago de Chile sollte hier mein Abenteuer Südamerika starten und ich hoffte, dass die extremen Wetterphänomene und die dunklen Wolken kein böses Omen für meine weitere Reise sein würden…

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Mit dem Chevy durch’s Regenbogenland – Südafrika auf eigene Faust

Endlos scheinen sich die Landstraßen hinzuziehen, immer stupide geradeaus. Wenn sie sich wenigstens schlängeln würden, doch das tun sie nicht. Nur selten kam mir ein anderes Fahrzeug entgegen und ließ mich von meinem Handy und wahlweise Instagram oder Facebook aufschrecken um sicherzustellen dass ich noch auf meiner Fahrspur war. Abwechslungsreicher als die Straßen sind glücklicherweise mancherorts die Landschaften. Doch manchmal auch stundenlang gleich bei der Fahrt durch das Inland, vorbei an den riesigen Farmen der alteingesessenen Landbesitzer. Doch genau diese langweiligen Straßen sind es die einen in Südafrika von einem Abenteuer zum nächsten befördern in einem Land so vielseitig wie die  verschiedenen Volksgruppen die in der Regenbogennation eine Heimat gefunden haben.

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Protea Banks – Haitauchen an der Wild Coast

Atemregler rein, Maske festhalten und einfach fallen lassen. Ohne Luft im Tauchjacket ging es möglichst schnell nach unten um nicht zu weit von der Strömung abgetrieben zu werden. Doch rapide kam unser Abtauchen in’s Stocken. Etwas Großes kam uns von unten entgegen. Ich traute meinen Augen kaum, doch da kam tatsächlich ein über 4 m langer Tigerhai nach oben um uns zu inspizieren. Ruhig und sich seiner Überlegenheit wohl bewusst umkreiste der Hai uns drei mal bevor er das Interesse verlor und wieder in den Tiefen des Ozeans verschwand. Eine atemberaubende Begegnung in einer einmaligen Tauchregion und ein vielversprechender Start vieler weiterer Haibegegnungen an den Protea Banks….

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Auf der Jagd nach den Big 5 – Safari im Kruger National Park

Nur das dumpfe Licht der handgehaltenen Scheinwerfer erhellte die Büsche links und rechts des schmalen Feldwegs. Langsam tuckerten wir durch die Nacht, alle Sinne in Hab-Acht-Stellung, immer auf der Suche nach verräterischen Bewegungen im Unterholz oder dem Aufblitzen leuchtender Augen im vorbeihuschenden Lichtschein. Viele Augen, Impalas! Für die zierlichen Antilopen hält hier keiner mehr an. Krachen in den Büschen, Elefanten. Schon eindrucksvoller, doch schöner bei Tag. Auch ein grasendes Nilpferd flüchtete gemächlich aus dem Lichtschein. Aber interessanter als die großen Tiere die man tagsüber viel besser beobachten kann, sind die nachtaktiven und so startete ich meine Zeit im Kruger Nationalpark gleich mal mit einer Nachtsafari auf der Suche nach allem was gerne nachts umherschleicht, bevorzugt Katzen… 😉

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Robben, Haie, raues Land – Südafrikas Kapregion

Die weißen Haie haben mich in die Kapregion Südafrikas gezogen, doch die südlichste Spitze des afrikanischen Kontinents hat weitaus mehr zu bieten als „nur“ große Weiße. Morgens mit Haien und Robben tauchen gehen, Mittags ein Besuch bei der wohl bekanntesten Pinguinkolonie der Welt, Nachmittags einen Berg erwandern und Abends in einer stylischen Bar den Tag ausklingen lassen? In und um Kapstadt kein Problem. Die Region besticht durch eine vielseitige Natur und Tierwelt die genauso facettenreich ist wie die Bewohner Kapstadts und seiner Vororte. Egal ob Outdoor Abenteuer oder Kultur- und Städtereise, die Kapregion ist ein grandioser Einstieg für einen Trip durch Südafrika…

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White Shark Fever – Käfigtauchen mit weißen Haien

Gaansbai, bewölkt, 13 Grad Wassertemperatur, ob die Frisur sitzt? Keine Ahnung, ist alles eingepackt in 5 mm Neopren und dennoch ist mir saukalt. Die schon leicht blauen Finger klammern sich trotzdem zitternd an die Gitterstäbe über mir. Warten und noch mehr warten, bis irgendwann der Ruf des Bootsmannes erklingt „Dooooown!“ und ich mich gerade rechtzeitig unter Wasser drücke um den weißen Hai zu sehen, der nur zwei Handbreit entfernt am Käfig vorbeizieht. Nach ein paar Sekunden ist das Spektakel schon wieder vorbei und die Warterei geht weiter, doch die Kälte ist erst mal wie weggeblasen vom Adrenalin das durch den Körper schießt wenn man dem Top-Räuber der Meere Auge in Auge gegenübersteht….

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Unterwegs in Indien – Meine Tops und Flops

Meist sind es die schönen oder außergewöhnlichen Erlebnisse oder auch die Situationen in denen mal was richtig schief gelaufen ist, von denen man nach einer Reise zu Hause erzählt. Doch unterwegs sind es oft die kleinen Dinge und das alltägliche Leben die entscheiden, ob man sich in einem Land wohl fühlt oder nicht. Häufig verschwimmen die Erlebnisse, positiven und negativen Erfahrungen und was bleibt ist „Essen war gut, Wetter war gut, Leute waren nett, usw.“. Doch gerade in Indien, wo man einige Zeit braucht um Zugang zu diesem Land und seinen Bewohnern zu finden, konnte ich nach kurzer Zeit ganz klar sagen, was für mich die „Tops und Flops“ sind, völlig subjektiv natürlich. Ich habe dieses Zitat schon mal verwendet, aber hier passt es wie die Faust aufs Auge: „An fünf Tagen die Woche liebt man Indien und an zweien hasst man es“. Hier könnt ihr lesen was ich geliebt und was gehasst habe…

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